
Zutaten für eingelegte Salzzitronen: grobes Salz und Biozitronen
Noch nie von Salzzitronen gehört? Dann ist es jetzt aber höchste Zeit. Dieser einzigartige Geschmack von sauer, fruchtig und salzig verleiht jedem einfachen Gericht aus Gemüse, Hülsenfrüchten, Fleisch oder Fisch etwas ganz Besonderes. Das solltest du unbedingt ausprobieren.
Die eingelegten Zitronen werden vor allem in der marokkanischen Küche verwendet (zum Beispiel für Tajine), kommen aber – wie so vieles – in Küchen im gesamten nahen Osten zum Einsatz.
Dieses „Zitronen-Chutney“ kommt mit wenig Zutaten aus. Unbedingt Bio-Zitronen verwenden, denn es wird vor allem die Schale verwendet.

Eingelegte Salzztironen
- Bio-Zitronen
- grobes Meersalz
- Olivenöl
- 1 Koblauchzehe (optional)
- 1 Chili (optional)
- Rosmarinzweig (optional)
- ein luftdicht (!!) verschliessbares Gefäss
- Einmachglas, das absolut luftdicht verschlossen werden kann (das ist richtig wichtig), mit kochendem Wasser ausspülen und trocknen lassen (nicht abtrocknen).
- Zitronen unter heissem Wasser gut waschen. Trockenreiben.
- Dann beide oberen Enden der Zitronen abschneiden.
- Von beiden Seiten her sternförmig einschneiden, jedoch nicht durchschneiden. In die Schnitze grobes Salz füllen.
- Danach die Zitronen ins Glas pressen. Am besten mit einem Kochlöffel nachhelfen, damit die Zitronen möglichst dicht aneinander liegen und viel Saft herausgepresst wird.
- Die Zitronen müssen bis oben hin mit Zitronensaft bedeckt sein, bei Bedarf also noch Saft hinzufügen.
- Zum Schluss noch etwas Olivenöl dazugeben und wer mag noch einen Chili, eine Knoblauchzehe oder einen Rosmarinzweig.

Jetzt heisst es geduldig sein. Die Salzzitronen entfalten ihren unvergleichlichen Geschmack nämlich erst nach 4-6 Wochen. Also mindestens einen Monat an einem kühlen, dunklen Ort (oder sogar im Kühlschrank) lagern. Das Warten wird belohnt, versprochen!
Ich brauche Salzzitronen für allerlei Gerichte. Zum Beispiel für Pesto, für Hummus, zu Suppen oder zu gebackenem Gemüse. Sie geben jedem Gericht einfach diese besonders fruchtige Note.
Tipp: Nach Gebrauch immer wieder mit Olivenöl auffüllen und gut verschliessen, damit die Zitronen nicht schimmeln.
Weitere Rezepte für Eingemachtes findest du hier: Salzgurken, eingelegte Zwiebeln.

Chamuzim – Eingelegte Zitronen, Gurken, Zwiebeln
Kuster Marianne says
Die Salzzitronen sind schon lange eingelegt. Nun hätte ich gerne mehr Rezepte zu deren Verwendung als ausschliesslich jenes für das marokkanische Zitronenhuhn.
Naomi Meran says
Liebe Marianne
Wenn du als Suchbegriff im Suchfeld „Salzzitronen“ eingibst, siehst du noch weitere Rezepte mit den eingelegten Salzzitronen: http://www.limonrimon.ch/?s=salzzitrone. Herzlich, Naomi
mona says
Hallo Naomi,
Da ich kein Zitronen-Fan bin, werde ich das wohl mal mit Limonen machen 🙂
Danke für den Tipp
Naomi Meran says
Da bin ich gespannt, wie das schmeckt! Gerne 😊
Karin Davis says
Hallo!
Tolles Rezept, das ich auf der Suche nach Salzzitronen aus Ottolenghis SIMPLE gefunden habe (und allgemein eine super Homepage!).
Hier meine wahrscheinlich etwas doofe Anfänger-Frage: Gibt es ein Foto oder eine nähere Beschreibung zu „Von beiden Seiten her sternförmig einschneiden, jedoch nicht durchschneiden. In die Schnitze grobes Salz füllen.“?
Auf dem Foto der Zitronen im Glas sieht es für mich nach eher kleineren Stücken aus. Heisst „nicht durchschneiden“, dass die Zitronen ganz bleiben und rundum im Zickzack eingeschnitten werden? Dann gibts aber keine Schnitze?
Danke im Voraus!
Naomi Meran says
Liebe Karin
Danke für deinen lieben Kommentar! Du kannst auch einfach Schnitze schneiden und genügen Salz dazu geben und mit Zitronensaft und Olivenöl auffüllen. Geht fast einfacher, so hat auch mehr im Glas platz 😉 Liebe Grüsse, Naomi
Karin Davis says
Liebe Naomi
Herzlichen Dank für die rasche Antwort!
Jetzt kann’s losgehen mit den Salzzitronen, ich bin gespannt 🙂
Liebe Grüsse
Karin
Daniela Hofmann says
Hallo Naomi,
ein sehr schöner blog mit wunderbaren kulinarischen Inspirationen, den ich hier gerade entdeckt habe.
Leider aus nicht so erfreulichem Anlaß, nämlich auf der Suche nach ‚Salzzitronen‘ und ’schimmeln’…
Hatte das Originalrezept nach Ottolenghi zum ersten Mal versucht, gleich mit großem Glas (eines wie deines mit Gummidichtung, nur viel größer).
Die Zitronen wurden mit Saft aufgefüllt, dann kamen noch Chili und Rosmarinzweige obendrauf.
Nach einer Woche habe ich nochmal nachgestopft (mit sterilisiertem Stopfer) und mit Olivenöl aufgefüllt.
Jetzt nach ca.vier Wochen habe ich bei der Kontrolle festgestellt, dass die Gewürze oben rauschauten, so wie ein Teil einer Zitronenschale (eigentlich wie bei dir auch abgebildet) und dass es auf dem Rosmarin Schimmel gab (weiße, flauschige Anlagerungen. Auf der Chili war auch ein kleiner schwarzer Fleck).
Nachdem im Glas überall so helle Wolken und Schlieren herumdümpelten, hab ich natürlich alles weggeworfen.
Ziemlich schade, bei 10 Zitronen plus mehr Saft…
Nun meine Frage, was könnte schief gelaufen sein? Die Zitronen/Kräuter blieben auf Dauer einfach nicht unter der Flüssigkeitsoberfläche, aber das sind sie bei dir scheinbar auch nicht?
Muß denn alles dauerhaft abgedeckt sein? Wie ist das am besten zu verwirklichen?
Welche Erfahrungen hast du/habt ihr mit Schimmel?
Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen, um auch bald leckere Rezepte mit Salzzitronen verwirklichen zu können.
Liebe Grüße Daniela
Naomi Meran says
Liebe Daniela
Danke erstmal für deine liebe Rückmeldung, ich freue mich immer sehr darüber.
Das ist in der Tat etwas tricky.. mir sind die Zitronen auch schon angeschimmelt und einmal waren sie auch einfach zu bitter. Wichtig ist, dass das Glas, in welches du die Zitronen abfüllst, steril ist, also vorher ausgekocht wurde. Und dann schauen, dass alle Zutaten bis oben hin mit Zitronensaft/Olivenöl bedeckt sind. Am besten gar nicht erst öffnen bis zum Gebrauch. Und was ich inzwischen auch mache: mehrere kleine Gläser statt ein grosses befüllen, so muss ich wenigstens nicht alle gleich wegschmeissen, falls es Schimmel gibt oder eben zu bitter wird. Nach dem Öffnen würde ich das Glas im Kühlschrank aufbewahren. Ich hoffe, ich konnte dir ein paar hilfreiche Tipps geben! Herzlich, Naomi
Daniela Hofmann says
Liebe Naomi, herzlichen Dank für deine schnelle Rückmeldung und die Tipps!
Es ist ja schon mal beruhigend zu sehen, dass es auch bei dir manchmal nicht klappt.
Sterilisiert hatte ich Glas und Stopfer, ich habe vermutet, es lag daran, dass die Zitronen, Rosmarin und Chili nach oben gewandert waren und herausschauten.
Weder diese, noch die eigenen Hände beim Befüllen sind ja steril….deshalb frage ich mich eigentlich schon, was es überhaupt bringt, das Glas zu sterilisieren.
Sie bleiben einfach nicht dauerhaft unten, das mußte ich auch heute bei meinem erneuten Versuch feststellen.
Ich habe jetzt ein (sterilisiertes) Schnapsglas auf die Zitronen gestellt und beim Schließen des Deckels wurden diese dann unter die Oberfläche des Saftes gedrückt, wo sie hoffentlich nun auch bleiben werden.
In ein paar Wochen werde ich sehen und berichten, ob es so geklappt hat.
Eine schöne Zeit bis dahin
Daniela
Karin Davis says
Hallo zusammen!
Habe mich gerade gefragt, ob man das Schimmeln verhindern könnte, wenn man wie bei Confi die Gläser auf den Kopf stellt. Ob dann – wie bei Confi, die man heiss abfüllt – der Zwischenraum auch eine Art Vakuum bildet, weiss ich nicht. Zumindest merkt man wohl bald, ob die Gläser wirklich dicht sind 😉 Ich hab heute Zitronen gekauft und mache morgen den ersten Versuch (vielleicht auch gleich mit dem Umdrehen der Gläser, oder halb-halb zum Vergleichen).
Liebe Grüsse
Karin
Peter says
Ja das ist der Omatrick der garantiert funktioniert. Viel Spass
Nadine says
Hallo in die Runde,
erstmal Chapeau! für die großartige Webseite mit den ausführlichen und guten Inhalten und natürlich für dieses tolle Rezept! Das werde ich morgen gleich ausprobieren.. Wieviele Zitronen nehme ich eigentlich dafür her? Das steht leider nicht im Rezept.
Außerdem bin ich auf die Kommentare gestoßen zum Thema LUFTDICHTE GLÄSER und habe vielleicht ein Tipp von unserer lieben Nonna aus Italien:
Sie stellt die Gläser nämlich nach dem Befüllen in einen großen Topf mit Wasser. Dann werden sie – je nach Inhalt – 10 bis 120 Minuten geköchelt. Der Deckel muss dabei gut unter Wasser sein. Eventuell kann man das Glas auch auf den Kopf stellen. Durch das Aufkochen dehnt sich die Luft im Glas aus und entweicht nach außen. So entsteht ein Vakuum. Bei Soßen und Suppen gelingt das gut. Gläser mit Fleisch können ruhig bis zu 2 Stunden im Wasserbad köcheln.
Bei den Zitronen bin ich nicht sicher, ob das klappt und würde sie keinesfalls länger als 10 bis 15 Minuten (je nach Glas-Größe) im heißen Wasserbad lassen. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Zitrone sind Hitze empfindlich und die Zitronen sollen schließlich NICHT eingekocht werden! Das ist sicher auch der Grund, warum sie in Salz und Säure eingelegt werden..
Also, herzlichen Dank nochmal an Naomi für die vielen tollen Rezepte hier und
viele Grüße aus München
Nadine